In eigener Sache: Bloggerin ist nicht gleich Influencerin

Offenbar lohnt es sich, an dieser Stelle einmal einen Unterschied sauber zu benennen, weil die Begriffe heute oft durcheinandergeworfen werden, obwohl sie nicht dasselbe meinen. Deswegen mein Thema heute, „Bloggerin ist nicht gleich Influencerin“.

Eine Bloggerin arbeitet in erster Linie mit Inhalten auf einer eigenen Plattform. In meinem Fall aktuell auf drumtisch.com, recovery-discovery.de, carlexandria.com oder für die Agentur UNITED MATES.
Sie schreibt, recherchiert, ordnet ein, erklärt Zusammenhänge und entwickelt Themen mit mehr Tiefe und mehr Raum.
Ein Blogbeitrag ist nicht nur ein schneller Impuls, sondern oft ein Text, der bleiben, gefunden und auch später noch gelesen werden soll.

Eine Influencerin arbeitet dagegen stärker über soziale Netzwerke wie Instagram, TikTok oder YouTube. Dort stehen Reichweite, Sichtbarkeit, Interaktion und die direkte Verbindung zur Community stärker im Vordergrund. Influencerinnen können Meinungen prägen, Aufmerksamkeit erzeugen und Kaufentscheidungen beeinflussen. Das ist ein eigenes Feld und ebenfalls echte Arbeit. Es ist aber eben nicht automatisch dasselbe.

Natürlich gibt es Überschneidungen. Viele Bloggerinnen nutzen Social Media und viele Influencerinnen betreiben zusätzlich eigene Websites oder Blogs. Trotzdem liegt der Unterschied meist im Schwerpunkt.

Ich selbst verstehe meine Arbeit klar im Bereich Blog, Text, Recherche und Einordnung. Ich schreibe nicht nur, damit etwas kurz vorbeirauscht, sondern damit Inhalte Substanz bekommen. Damit man Themen nicht nur sieht, sondern auch versteht. Damit Gedanken nicht nach drei Sekunden im nächsten Clip verschwinden, sondern nachwirken können.

Gerade darin liegt auch eine besondere Stärke von Blogs. Gute Blogartikel sind langfristig auffindbar, können über Suchmaschinen gelesen werden und bleiben oft deutlich länger relevant als ein einzelner Social-Media-Post. Sie bieten mehr Raum für Details, mehr Tiefe im Inhalt und oft auch mehr Unabhängigkeit, weil sie nicht vollständig von Plattformen und ihren Algorithmen abhängen.

Influencer-Marketing kann schnell sein, sichtbar und wirkungsvoll. Blogger-Arbeit ist dagegen häufig nachhaltiger, inhaltlich tiefer und langfristiger angelegt. Das eine ersetzt das andere nicht. Aber es ist sinnvoll, den Unterschied zu kennen.

Darum dieser kleine Hinweis in eigener Sache:
Nicht jede Frau mit Reichweite ist automatisch eine Influencerin. Manche sind Autorinnen, Bloggerinnen, Texterinnen und Menschen, die Inhalte nicht nur posten, sondern aufbauen.

Und genau darin liegt ein Unterschied.

LG Evi

Hier ein paar Texte der letzten Wochen:

Wer hält die Lobbyisten auf und Katharina Reiche, das Paradebeispiel der fleischgewordenen „Drehtür“ zwischen Politik und Lobbyverbänden.

Deutsche Autobauer: Wird vieles schlechter erzählt als es ist?

Die verlorene Generation

Lady Diana und der verschwundene Mercedes oder eine Tragödie, ein W140 und ein Wrack, das sich bis heute der Öffentlichkeit entzieht

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