Wet Nellie, James Bond und der weiße Lotus, der am Ende bei Elon Musk strandete

Manche Filmautos sind einfach Requisiten mit gutem Agentenlicht. Sie sehen toll aus, fahren durchs Bild, bekommen einen schicken Sound und verschwinden danach wieder in der Lagerhalle des Vergessens. Und dann gibt es diese anderen Fälle. Diese seltenen, herrlich bekloppten Maschinen, die nicht bloß Filmgeschichte schreiben, sondern gleich noch ihre ganz eigene Nebenhandlung mitbringen. Mit Chaos, Zufall, Größenwahn, ein paar Pannen und einem späteren Besitzer, bei dem man auch nicht gerade zuerst an Bescheidenheit denkt.
Heute also Teil 10 der besonderen Auto-Geschichten. Es geht um den Lotus Esprit S1 aus James Bond, genauer gesagt um jenen weißen Keil aus Der Spion, der mich liebte, der erst elegant über Sardinien huschte, dann sehr plötzlich ins Meer fuhr, dort zum U-Boot mutierte und schließlich viele Jahre später auf einem ziemlich absurden Umweg bei Elon Musk landete.
Man könnte auch sagen: Es geht um ein Auto, das nicht einmal im Film wusste, ob es lieber Sportwagen, U-Boot oder Schausteller sein möchte. Und genau deshalb lieben es bis heute so viele.
Viel Spaß bei: Wet Nellie, James Bond und der weiße Lotus.


Wet Nellie, James Bond und der weiße Lotus, der am Ende bei Elon Musk strandete
Wet Nellie, James Bond und der weiße Lotus, der am Ende bei Elon Musk strandete

Bond brauchte ein neues Auto und Lotus hatte eine brillante Idee

Die Geschichte beginnt Mitte der 1970er Jahre, als die Bond-Reihe frischen Schub brauchte. Nach Der Mann mit dem goldenen Colt war klar, dass der nächste Film liefern musste. Also richtig liefern. Größer, spektakulärer, schöner und wenn möglich bitte mit allem, was das Kino damals an Fernweh, Technikfaszination und gepflegtem Größenwahn hergab.

Für Der Spion, der mich liebte wollte man deshalb auch beim Auto etwas Besonderes. Nicht einfach irgendeinen schicken Wagen, sondern ein neues Bond-Auto mit Wiedererkennungswert. Und hier kommt ein Mann ins Spiel, der verstanden hatte, wie Produktplatzierung funktioniert, bevor der Begriff in jedem zweiten Marketingmeeting totgeredet wurde: Donovan McLauchlan, PR-Manager bei Lotus.

Er bekam mit, dass in Pinewood gerade der neue Bond vorbereitet wurde, fuhr kurzerhand einen Lotus Esprit S1 auf das Studiogelände und parkte ihn so, dass man ihn unmöglich übersehen konnte. Damit die Neugier noch etwas mehr kitzelt, entfernte er vorher sogar Marken- und Typenzeichen. Ein Auto wie ein Fragezeichen auf Rädern. Produzent Cubby Broccoli sah den Wagen, war interessiert, griff zum Telefon und der Rest war tatsächlich Geschichte.

Das ist schon deshalb so schön, weil hier nicht irgendein langwieriger Werbedeal am Anfang stand, sondern ein kluger, fast frecher Auftritt mit dem richtigen Auto am richtigen Ort. Manchmal genügt eben Timing und ein perfekt geparktes Stück Design.

Warum ausgerechnet der Lotus Esprit?

Weil der Esprit genau das hatte, was Bond in dieser Phase brauchte. Er sah aus wie Zukunft. Flach, scharf gezeichnet, keilförmig, dramatisch. Dazu kam das Design von Giorgetto Giugiaro, das dem Wagen eine Präsenz verlieh, bei der man schon im Stand das Gefühl bekam, er wolle gleich mit einem Laserschwert in den Krieg ziehen.

Der Lotus Esprit S1 war aber nicht nur hübsches Kino-Futter. Technisch war er ebenfalls interessant. Ein Mittelmotor-Sportwagen, leicht, direkt, agil und für seine Zeit ausgesprochen auffällig. Unter der Haube arbeitete ein 2,0-Liter-Vierzylinder mit 160 PS, was damals durchaus für anständige Fahrleistungen reichte. Der Sprint auf 100 km/h lag bei etwa 6,8 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit bei rund 222 km/h. Nicht schlecht für ein Auto, das später „on top“ dafür berühmt wurde, in voller Abendgarderobe baden zu gehen.

Der Esprit war außerdem leicht, mit ungefähr 900 Kilogramm, und vermittelte dieses typische Lotus-Gefühl von direkter Lenkung, Agilität und echter Fahrmaschine. Der Haken war wie so oft bei emotionalen Autos nicht gerade klein: Zuverlässigkeit und Alltagstauglichkeit waren nicht unbedingt die Felder, auf denen der Wagen die Welt mit Demut und Perfektion überzeugen wollte bzw. konnte.

Wet Nellie, James Bond und der weiße Lotus. Erst Auto und dann U-Boot

Lotus stellte für die Dreharbeiten zwei fahrbereite Serien-Esprit, dazu fünf Karosserien und sogar zwei Mitarbeiter, damit die Sache vor Ort nicht sofort in Rauch aufging. Was rückblickend durchaus sinnvoll war, denn Rauch spielte später ohnehin eine gewisse Rolle.

Für die Filmhandlung brauchte Bond nicht nur ein schickes Auto, sondern natürlich ein Fahrzeug mit Extras aus der Q-Abteilung. Also bekam der Esprit das übliche Bond-Menü aus Gadgets, Raffinesse und leichtem Wahnsinn. Raketen, Torpedos, technische Spielereien und als Höhepunkt jene legendäre Fähigkeit, sich per Knopfdruck in ein U-Boot zu verwandeln.

Der Spitzname für diese Unterwasserversion lautete Wet Nellie. Eine Anspielung auf Little Nellie, den kleinen Gyrocopter aus Man lebt nur zweimal. Allein dieser Name ist schon wunderbar. Nicht geschniegelt und steril futuristisch, sondern charmant, leicht albern, sehr Bond und genau richtig.

Gebaut wurde das U-Boot nicht von irgendeiner Filmwerkstatt, sondern von Perry Oceanographic in Florida, einem Unternehmen mit Erfahrung im Unterwasserbereich. Dort nahm man eine Lotus-Esprit-S1-Karosserie und verwandelte sie in ein echtes Wet Sub, also ein Unterwasserfahrzeug ohne trockenen Innenraum. Heißt: Wer darin unterwegs war, saß nicht geschniegelt im klimatisierten Bond-Cockpit, sondern musste Tauchausrüstung tragen. Das Ding war also deutlich mehr U-Boot als Auto, auch wenn es von außen weiterhin so tat, als könne es gleich noch schnell vor dem Casino vorfahren.

Der Umbau kostete damals rund 100.000 Dollar, was schon in den 1970ern kein Taschengeld war. Im Inneren hatte das Fahrzeug mit einem Esprit praktisch nichts mehr zu tun. Statt Straßensportwagen gab es Plattformen für Taucher, Technik, Steuerung und Antrieb. Angetrieben wurde Wet Nellie von vier Elektromotoren, Platz war für zwei Personen und gelenkt wurde die Sache unter Wasser von einem ehemaligen US Navy SEAL namens Don Griffin.

Man merkt also: Der Film verkaufte Fantasie, aber die Produktion dahinter war erstaunlich ernsthaft.

Die Verwandlung ins U-Boot war Filmzauber mit viel Improvisation

Natürlich fuhr nicht einfach ein echter Esprit ins Meer, klappte kurz die Radkästen ein und glitt dann geschniegelt in die Tiefsee. So schön diese Vorstellung auch wäre. Für die berühmte Sequenz wurde mit mehreren Fahrzeugen, Karosserien, Miniaturen und Tricks gearbeitet.

Insgesamt sollen für den Film sechs oder sieben Esprit S1 zum Einsatz gekommen sein, je nachdem, welcher Quelle man folgt. Es gab fahrbereite Autos für Verfolgungsjagden, leere Karosserien für Verwandlungsphasen, Attrappen für die Wasser-Einfahrt und eben das einzige echte Unterwasserfahrzeug. Für den Moment, in dem der Lotus ins Meer schießt, kam unter anderem ein Modell zum Einsatz. Für das Wiederauftauchen am Strand wiederum wurde ebenfalls mit Tricks gearbeitet. Ein weiteres Fahrzeug wurde per Seil aus dem Wasser gezogen, sodass auf der Leinwand alles wunderbar nach Bond-Magie aussah.

Das Ergebnis war großartig. Roger Moore fragt Barbara Bachs Figur Anya Amasova trocken, ob sie schwimmen könne, fährt ins Meer und plötzlich wird aus dem weißen Keil die vermutlich stilvollste Tauchkapsel des populären Kinos.

Dazu kamen die Q-Gadgets. Torpedos, Raketen, eine Minenluke, sogar ein Zementsprüher hinter dem Kennzeichen. Das alles war wunderbar überzogen, aber eben genau in jener Dosis, in der Bond in den 1970ern besonders gut funktionierte. Nicht düster verbissen, sondern groß, spielerisch und mit einem Augenzwinkern, das man sich heute manchmal wieder wünschen würde.

Roger Moore und der Fisch, der es fast nicht in den Film geschafft hätte

Zu den schönsten Details dieser Geschichte gehört eine Idee von Roger Moore selbst. In der Szene, in der der Lotus wieder aus dem Meer auftaucht und an den Strand fährt, kurbelt Bond das Fenster herunter und wirft einen Fisch heraus. Ein perfekter kleiner Moment zwischen trockener Eleganz und kompletter Absurdität.

Gerade deshalb wollte Cubby Broccoli die Szene zunächst offenbar gar nicht behalten. Sie war ihm wohl zu albern oder zu viel. Erst als man im Schneideraum merkte, dass genau dieser Moment großes Gelächter auslöste, blieb der Fisch im Film. Zum Glück. Denn manchmal sind es genau diese kleinen Einfälle, die aus einem Spektakel eine echte Erinnerung machen.

Am Set war der Esprit weniger cool, als er aussah

So glamourös der Lotus im Film wirkt, so problematisch war er mitunter beim Dreh, also in der Praxis. Die Fahrzeuge machten laut Roger Moore und verschiedenen Berichten immer wieder Probleme. Die Motoren überhitzten, die Batterien entluden sich schnell und das Ein- und Aussteigen aus dem flachen Wagen war offenbar eine schauspielerische Königsdisziplin, jedenfalls dann, wenn man dabei lässig und filmreif aussehen wollte.

Das klingt erst einmal banal, gehört aber irgendwie perfekt zu Lotus. Ein Auto, das dir das Gefühl gibt, du seist auf dem Weg zur Weltherrschaft, aber gleichzeitig im Hintergrund Mechaniker verschleißt wie andere Leute am Drehort die Kaffeefilter. Die beiden Lotus-Techniker am Set hatten jedenfalls gut zu tun, die Wagen irgendwie bei Laune zu halten.

Auch später, bei der Präsentation des Films in Cannes, blieb der Esprit seiner Linie treu. Ein Presseagent fuhr mit ihm von London nach Cannes, und im Team wurden offenbar schon Wetten abgeschlossen, wie weit das Auto überhaupt kommt. Die Antwort lautete sinngemäß: weiter als gedacht, aber nicht problemfrei. In Lyon musste erstmals eine Werkstatt helfe, und in Cannes angekommen stand der Wagen dann mit leerer Batterie vor dem Hotel Carlton herum, ungefähr so majestätisch wie ein kaputter Kühlschrank in der Sonne. Nachts rückte ein Mechaniker-Team an und rettete die Würde des Auftritts.

Auch das gehört zu dieser Geschichte. Der Bond-Lotus war Filmstar, Designobjekt und Divenpaket in einem.

Der Film machte den Esprit endgültig zur Ikone

Der Spion, der mich liebte kam 1977 ins Kino und war ein riesiger Erfolg. Die Bond-Reihe war wieder voll da, und der Lotus spielte dabei eine größere Rolle, als man es einem Auto eigentlich zutrauen würde. Für eine ganze Generation wurde der Esprit zum Bond-Auto der 1970er Jahre, so wie der Aston Martin DB5 für andere Jahrzehnte das Maß aller Agentendinge blieb.

Der Lotus tauchte massiv in der Werbung und im Merchandising auf und der Effekt für die Marke war enorm. Die Verkäufe stiegen spürbar, die Nachfrage zog an und plötzlich war die Warteliste für einen Esprit deutlich länger als das Nervenkostüm der Leute, die ihn anschließend fahren durften und warten mussten.

Bond hatte dem Auto also genau das gegeben, was Marketingabteilungen lieben und nur sehr selten so organisch bekommen: Mythos.

Wet Nellie, James Bond und der weiße Lotus. Was aus Wet Nellie nach dem Filmdreh wurde

Und jetzt wird es erst richtig schön. Oder absurd. Oder beides.

Nach den Dreharbeiten ging Wet Nellie zunächst auf Promotion-Tour durch die USA. Danach wurde das Unterwasser-Unikat nach Long Island, New York, verschifft und in einem Lagerraum eingelagert. Die Miete war für zehn Jahre im Voraus bezahlt. Dann passierte lange: nichts.

Niemand holte das Fahrzeug ab. Niemand meldete Ansprüche an. Der Filmstar stand einfach herum. Irgendwann war die bezahlte Lagerzeit abgelaufen und der Inhalt des Lagerraums wurde in einer Blind-Versteigerung verkauft. Also ohne großes Tamtam, ohne feierlichen Bond-Moment, ohne Trompeten aus der Q-Abteilung. Einfach Lager weg, Inhalt weg.

Ein Paar aus New York kaufte den gesamten Raum für weniger als 100 Dollar und fand zwischen allerlei Gerümpel plötzlich einen der berühmtesten (Unterwasser-) Lotus der Filmgeschichte. Man muss das einmal wirken lassen. Andere finden in so einem Lagerraum einen kaputten Ventilator, alte Kisten und ein Fahrrad ohne Sattel. Diese beiden fanden Wet Nellie.

Das Auto wurde danach über viele Jahre gelegentlich ausgestellt. Die Außenhülle wurde restauriert und das Interesse an dem Fahrzeug wuchs mit den Jahren weiter. Kein Wunder, denn hier stand kein gewöhnliches Bond-Auto, sondern das echte U-Boot.

Die Auktion 2013 und der Mann am Telefon

2013 kam Wet Nellie schließlich bei RM Auctions in London unter den Hammer. Die Erwartungen waren hoch. Man rechnete mit einem sehr hohen Preis, teilweise sogar mit Summen in Richtung einer Million. Am Ende bekam ein Telefonbieter den Zuschlag für 550.000 Pfund.

Das war zwar weniger als manche erhofft hatten, aber immer noch eine sehr stattliche Summe für ein Fahrzeug, das auf der Straße theoretisch ungefähr so nützlich ist wie ein Toaster im Schwimmbad. Denn das darf man nicht vergessen: Wet Nellie war kein normal fahrbarer Lotus mit Bond-Gadget-Paket, sondern praktisch ein Spezial-U-Boot in Sportwagenform.

Lange blieb der Käufer anonym. Natürlich begann das Internet sofort mit seiner liebsten Nebenbeschäftigung: Spekulieren.

Und dann tauchte Elon Musk auf

Später wurde bekannt, dass Elon Musk der Käufer war. Das passte fast schon unheimlich gut. Denn wenn irgendwo ein Bond-U-Boot mit Technikfantasie, Größenwahn und leichtem Science-Fiction-Fieber landet, dann offenbar nicht bei einem stillen Briefmarkensammler.

Wichtig ist dabei: Nach dem Kauf sagte Musk, dass ihn die Szene aus Der Spion, der mich liebte schon als Kind fasziniert habe. Gleichzeitig erklärte er aber auch, er sei enttäuscht gewesen zu erfahren, dass sich Wet Nellie natürlich nicht wirklich vom Auto zum U-Boot verwandeln kann. Seine spontane Reaktion darauf war dann irgendwie Musk netto: Dann müsse man das eben ändern. Er sprach damals davon, das Fahrzeug mit einem Tesla-Elektroantrieb aufzurüsten und zu versuchen, die Filmfantasie technisch realer zu machen.

Später wurde diese Idee allerdings wieder eingefangen. 2017 schrieb Musk, dass er das originale Bond-U-Boot so lassen wolle, wie es ist, weil dieses konkrete Design sich nicht sinnvoll von Auto zu U-Boot verwandeln lasse. Stattdessen habe er eine neue Konstruktion im Kopf, die so etwas tatsächlich könne. Das ist also weniger die Geschichte eines missglückten Kaufs als die eines Mannes, der zuerst von seiner Kindheitsfantasie eingeholt wurde und anschließend merkte, dass die Wirklichkeit selbst für ihn manchmal ein störrisches Bauteil bleibt.

Warum dieses Auto bis heute so gut funktioniert

Vielleicht, weil es mehrere Sehnsüchte gleichzeitig bedient. Der Lotus Esprit S1 ist schon als normales Auto eine Stilmaschine. Scharf gezeichnet, leicht, exotisch, britisch und auf eine Weise unvernünftig, die fast schon automatisch Charme erzeugt. Als Bond-Auto bekam er dann noch diese zweite Ebene. Er war nicht nur schön, sondern auch absurd. Nicht nur schnell, sondern plötzlich seetüchtig. Nicht bloß elegant, sondern lächerlich überqualifiziert für jede normale Flucht.

Dazu kommt, dass die Geschichte hinter dem Wagen nicht geschniegelt und makellos ist, sondern voller kleiner Störungen, Improvisationen und Produktionswahnsinn steckt. Überhitzte Motoren, leere Batterien, komplizierte Unterwassertechnik, ein Produzent, der den Fisch nicht mochte und ein Filmauto, das später erst auf Tour geht, dann eingelagert wird, dann beinahe vergessen wird und schließlich durch einen Lagerraum-Zufall wieder auftaucht.

So etwas denkt sich keine Marketingabteilung aus. Das passiert nur, wenn echte Geschichten ihre Arbeit machen.

Und was wurde aus dem normalen Bond-Esprit?

Der Lotus Esprit selbst blieb der Bond-Reihe übrigens erhalten. In In tödlicher Mission kam später ein Turbo Esprit zum Einsatz, also eine spätere und schärfere Variante. Der Esprit hatte sich als Bond-Material bewährt und für viele Fans ist genau das der Punkt, an dem Lotus in den Agentenadel aufgenommen wurde.

Trotzdem bleibt Wet Nellie der Star. Weil sie noch einen Schritt weitergeht. Oder genauer gesagt: einen Tauchgang tiefer.

Wet Nellie, James Bond und der weiße Lotus. Was am Ende bleibt

Wenn man heute fragt, was aus dem 007-Lotus geworden ist, muss man eigentlich zwei Antworten geben.

Erstens: Der Lotus Esprit S1 selbst ist längst eine feste Größe in der Bond- und Sportwagengeschichte. Ein Auto, das durch Design, Filmruhm und herrliche Exzentrik unsterblich wurde.

Zweitens: Wet Nellie, die Unterwasser-Version, hat eine Karriere hingelegt, für die andere Fahrzeuge drei Leben bräuchten. Gebaut als Bond-U-Boot, gesteuert von einem Ex-Navy-SEAL, nach dem Film auf Promo-Tour geschickt, auf Long Island vergessen, für unter 100 Dollar in einem Lagerraum wiedergefunden, restauriert, für 550.000 Pfund versteigert und schließlich bei Elon Musk gelandet.

Das ist keine normale Fahrzeugbiografie. Das ist eher die Art von Laufbahn, die ein Auto nur dann bekommt, wenn James Bond, Filmzauber, Produktionschaos und später ein Milliardär mit Hang zu Science-Fiction gemeinsam daran schreiben.

Und ganz ehrlich: Wenn ein Auto schon unbedingt bei Elon Musk landen muss, dann vielleicht genau dieses. Ein weißer Lotus, der im Kino schwimmen konnte, in echt aber lange auf dem Trockenen saß. Das hat schon fast wieder Poesie.

Weitere Geschichten

1. Teil: Wo ist das original „Bonnie und Clyde-Auto“?

2. Teil: Die seltsame Geschichte von JFKs recyceltem Todesauto

3. Teil: Was wurde aus Sennas Auto?

4. Teil: James Deans „Little Bastard“: Was passierte mit dem Porsche 550 Spyder?!

5. Teil: Lady Diana und der verschwundene Mercedes oder eine Tragödie, ein W140 und ein Wrack, das sich bis heute der Öffentlichkeit entzieht

6. Teil: Steve McQueens Mustang aus „Bullitt“

7. Teil: Paul Walker’s Fast and Furious Nissan Skyline

8. Teil: „Herbie the Love Bug“ oder auch „Ein toller Käfer“

9. Teil: Teil 9 der prominenten Auto Geschichten: Der DeLorean, die Zeitmaschine und die Firma, die fast zu verrückt für die Wirklichkeit war

Weitere Infos:

Lotus Broschüren und Lotus Kataloge

Link zum Artikel:
Wet Nellie, James Bond und der weiße Lotus

No responses yet

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert