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Elektromobilität & Batterien

Die Ente fliegt wieder: Citroën 2CV Concept

Citroën bringt die Ente zurück – und macht dabei vielleicht genau das richtig, woran viele Retro-Autos gescheitert sind. Der neue 2CV soll nicht nur an eine Ikone erinnern, sondern deren ursprüngliche Idee wiederbeleben: klein, leicht, praktisch und vor allem bezahlbar. Wenn Citroën den angekündigten Zielpreis von rund 15.000 Euro tatsächlich hält, könnte daraus weit mehr werden als ein sympathisches Retro-Modell.

Die Ente fliegt wieder 2CV
Die Ente fliegt wieder 2CV

Warum Citroën mit dem neuen 2CV Concept vielleicht genau das Auto baut, das Europa gerade fehlt

Es gibt Autos, die man kauft, und es gibt Autos, an die man sich erinnert. Die meisten Retro-Modelle der vergangenen drei Jahrzehnte wollten beides gleichzeitig sein und landeten dabei erstaunlich oft in einer dritten Kategorie: Man fand sie sympathisch, fotografierte sie auf Messen, erzählte sich Geschichten über das Original und kaufte am Ende doch etwas anderes.

Die Ente war nie so.

Der Citroën 2CV war kein Schaufensterauto, kein Sammlerstück und schon gar keine rollende Lifestyle-Botschaft. Er war ein Werkzeug mit Charakter, ein fahrbarer Regenschirm für Menschen, die sich überhaupt erst Mobilität leisten können sollten. Bauern, Studenten, Familien, Pfarrer, Handwerker, vollkommen egal, wer darin saß. Der Witz der Ente bestand nicht darin, besonders schön oder schnell zu sein, sondern darin, dass sie etwas konnte, was damals viel wichtiger war: Sie machte Auto möglich.

Und genau deshalb glaube ich, dass Citroën mit dem neuen 2CV Concept gerade etwas ausgesprochen Kluges macht.

Nicht weil der Wagen niedlich aussieht, nicht weil er runde Scheinwerfer besitzt, sondern weil Citroën offenbar verstanden hat, dass man bei einer Ikone nicht zuerst die Form kopieren sollte, sondern die Idee dahinter.

Ein Regenschirm auf vier Rädern und plötzlich wieder eine ziemlich moderne Idee

Als Citroën 1936 das Projekt „TPV“, Toute Petite Voiture, begann, war das Lastenheft bemerkenswert bodenständig: Ein leichtes, einfaches, preiswertes Fahrzeug sollte Menschen mobil machen, die sich bis dahin kaum ein Auto leisten konnten. Der 2CV wurde 1948 auf dem Pariser Salon vorgestellt, ging 1949 mit 375 Kubikzentimetern, neun PS und rund 50 km/h Höchstgeschwindigkeit in Serie und blieb anschließend mehr als vier Jahrzehnte im Programm.

In dieser Zeit entstanden mehr als fünf Millionen Exemplare, darunter über 1,2 Millionen Kastenwagen. Das ist keine Retro-Erzählung, sondern Industriegeschichte. Die Ente wurde nicht berühmt, weil irgendeine Marketingabteilung beschlossen hatte, dass sie Kult sein sollte. Sie wurde Kult, weil Millionen Menschen mit ihr etwas anfangen konnten.

Genau dieser Punkt ist für das neue Concept entscheidend.

Citroën hat den 2CV nicht einfach neu gezeichnet, ein paar LED-Scheinwerfer hineingesteckt und anschließend einen Preis aufgerufen, bei dem nur Menschen mit Erinnerungen und ausreichend Dispokredit zugreifen können. Der Hersteller kündigt vielmehr ein Serienmodell an, das bis 2028 vorgestellt werden soll, in Europa gebaut wird und einen Einstiegspreis von ungefähr 15.000 Euro anvisiert.

Noch einmal: rund 15.000 Euro.

Wenn Citroën diese Zahl hält, ist sie wahrscheinlich wichtiger als jedes Designdetail des ganzen Autos.

Genau dieser Preis könnte die eigentliche Revolution sein

Der durchschnittlich bezahlte Neuwagen kostete private Käufer in Deutschland 2025 rund 44.560 Euro. Für ein reines Elektroauto wurden im Durchschnitt sogar 47.160 Euro bezahlt. Selbst ein Gebrauchtwagen lag mit durchschnittlich 18.310 Euro über dem Preis, den Citroën für seine neue Ente anpeilt.

Natürlich muss man diese Werte sauber lesen. Ein Durchschnitts-Elektroauto ist größer, stärker und häufig erheblich besser ausgestattet als ein minimalistischer Kleinwagen. Auch der Gebrauchtwagenpreis beschreibt einen gesamten Markt vom alten Kleinstwagen bis zum jungen Premiumfahrzeug.

Trotzdem bleibt die Größenordnung bemerkenswert.

Ein neues Elektroauto mit Garantie, moderner Sicherheitstechnik und europäischer Produktion könnte weniger kosten als der durchschnittliche gebrauchte Pkw, der heute tatsächlich gekauft wird.

Wenn das passiert, reden wir nicht mehr nur über ein nettes Retro-Modell. Dann reden wir über eine neue Form des Volkswagens.

Und ja, mir ist bewusst, dass diese Formulierung bei einem französischen Auto eine gewisse Ironie besitzt.

Vielleicht hat Citroën gerade verstanden, was fast alle anderen bei Retro falsch gemacht haben

Retro-Autos funktionieren dann besonders schlecht, wenn der Hersteller nur an die Erinnerung denkt.

Der Käufer sieht einen Käfer und erinnert sich an seinen Vater, er sieht einen Bulli und erinnert sich an Campingplätze und er sieht einen alten Mini und denkt an London, Studentenzeit oder irgendeinen Film.

Das Problem beginnt dann, wenn die Erinnerung plötzlich 40.000, 50.000 oder 70.000 Euro kostet.

Der New Beetle war dafür ein wunderbares Beispiel. Er sah aus wie die Erinnerung an einen Volkswagen, war preislich aber längst kein Volkswagen mehr. Der ID. Buzz macht heute etwas Ähnliches mit dem Bulli: Sympathisch, technisch interessant, emotional hoch aufgeladen aber weit entfernt von der ursprünglichen Idee eines bezahlbaren Transportmittels für Handwerker, Familien und Menschen, die einfach viel Platz brauchten.

Das soll keine Kritik an diesen Autos als Produkten sein. Es ist eine Kritik an der Erzählung.

Wenn ich die Form eines Volksautos nehme, daraus aber ein Premiumprodukt mache, verkaufe ich irgendwann nicht mehr das ursprüngliche Konzept, sondern dessen Erinnerung.

Citroën scheint beim neuen 2CV genau diesen Fehler vermeiden zu wollen.

Die Form ist neu, aber die Haltung erstaunlich alt

Das Concept ist 3,76 Meter lang und damit sogar kürzer als der historische 2CV. Citroën nennt als Zielgewicht ungefähr eine Tonne, was in einer Zeit, in der selbst kompakte Elektroautos immer häufiger in Richtung 1,6 oder 1,8 Tonnen marschieren, fast schon provokant wirkt.

Weniger Gewicht bedeutet weniger Batterie, weniger Material und im Idealfall niedrigere Kosten. Genau das ist die Art von Ingenieurslogik, die beim Original ebenfalls funktionierte: Nicht alles einbauen, was technisch möglich ist, sondern nur das, was tatsächlich gebraucht wird.

Auch optisch spielt Citroën angenehm offensiv mit seiner Geschichte. Die freistehenden runden Scheinwerfer sind sofort verständlich, die Dachlinie erinnert an das Original, die hellgrauen Stahlräder zitieren die Vergangenheit, und das schwarze Stoffdach lässt sich tatsächlich von Hand aufrollen. Im Innenraum gibt es breite Sitzbänke, die vordere kann sogar herausgenommen werden. Türgriffe werden zu Gurtschlaufen, das Radio ist tragbar, und selbst das alte Märchen vom Eierkorb, der über einen umgepflügten Acker transportiert werden sollte, bekommt seinen Auftritt: Die Türablagen sind tatsächlich so gestaltet, dass dort Eier hineinpassen.

Das kann man albern finden, ich liebe es und es ist auch ziemlich intelligent.

Nicht weil irgendjemand dringend Eier in seiner Autotür transportieren muss, sondern weil Citroën verstanden hat, dass ein Retro-Zitat dann funktioniert, wenn es nicht nur auf das Blech geklebt wird.

Und plötzlich hat Einfachheit wieder einen Wert

Autos sind in den vergangenen zwanzig Jahren nicht nur teurer geworden, sondern auch komplexer. Mehr Leistung, größere Displays, größere Räder, mehr Assistenzsysteme, mehr Komfortfunktionen, mehr Software, mehr Gewicht und irgendwann auch mehr Batterie, um das zusätzliche Gewicht wieder ausreichend weit zu bewegen.

Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden, wer einen großen Reisewagen kauft, möchte vielleicht genau das.

Nur braucht nicht jeder Mensch dieses Auto.

Jemand, der morgens 17 Kilometer zur Arbeit fährt, danach einkauft und am Wochenende Freunde besucht, benötigt nicht zwangsläufig 450 Kilometer Reichweite, 250 PS und ein Display, auf dem man während der Ladepause einen Kinofilm schauen kann.

Genau deshalb könnte die neue Ente einen Nerv treffen. Sie muss nicht alles können, sie muss das Richtige ausreichend gut können.

Zwei vollkommen unterschiedliche Käufer könnten dasselbe Auto wollen

Und hier wird es aus meiner Sicht besonders interessant, denn der neue 2CV könnte etwas schaffen, was vielen Retro-Modellen nicht gelingt: Er kann zwei völlig unterschiedliche Zielgruppen ansprechen.

Die erste Gruppe versteht das Auto emotional. Sie ist selbst Ente gefahren, saß als Kind auf der Rückbank oder erinnert sich an Ferienfahrten, Studentenzeit und Sommer unter einem geöffneten Stoffdach. Für diese Menschen braucht Citroën kaum zu erklären, warum das Auto sympathisch ist.

Die zweite Gruppe hat mit dieser Nostalgie überhaupt nichts zu tun.

Für einen 25-Jährigen ist die Ente keine Erinnerung, sondern ein historisches Auto, das vielleicht irgendwo auf Instagram auftaucht. Was dieser Käufer aber sehr wohl versteht, ist ein anderes Argument: 15.000 Euro.

Ein bezahlbares neues Elektroauto kann für junge Menschen, Pendler, Zweitwagenkäufer und Haushalte mit begrenztem Budget interessant sein, ohne dass irgendjemand wissen muss, wie das Original roch oder warum sein Schalthebel aus dem Armaturenbrett ragte.

Die einen kaufen vielleicht die Erinnerung und die anderen kaufen einfach ein günstiges Auto.

Und genau deshalb ist das Konzept deutlich größer als eine Retro-Spielerei.

Der erfolgreichste Beweis dafür steht eigentlich schon seit 2007 auf der Straße

Dass so etwas funktionieren kann, zeigt der Fiat 500 ziemlich eindrucksvoll. Als die moderne Generation 2007 erschien, blieb sie zwar teurer als ein Panda, aber sie war noch immer ein erreichbarer Kleinwagen. Fiat verband ein ikonisches Design mit einem Produkt, das tatsächlich im Alltag funktionieren und von einer relativ breiten Käuferschicht bezahlt werden konnte.

Mehr als drei Millionen Fahrzeuge später lässt sich schwer behaupten, Retro funktioniere grundsätzlich nicht.

Auch der Mini ist ein Erfolg, allerdings nach einer völlig anderen Logik. BMW hat aus dem Mini konsequent ein Premiumprodukt gemacht und nie so getan, als solle damit noch die ursprüngliche Idee möglichst billiger individueller Mobilität erfüllt werden.

Beide Wege können funktionieren, problematisch wird es dort, wo die Geschichte ein Volksauto verspricht und der Preis ein Luxusprodukt liefert.

Citroën entscheidet sich beim neuen 2CV offenbar bewusst für den anderen Weg.

Und dann steht da noch der Renault Twingo

Besonders interessant wird die Geschichte im direkten Wettbewerb.

Renault verkauft den neuen elektrischen Twingo in Deutschland ab 19.990 Euro. Dafür gibt es eine 27,5-kWh-Batterie, rund 260 Kilometer WLTP-Reichweite, vier Türen und ein erstaunlich flexibles Innenraumkonzept. Das ist schon heute ein ziemlich gutes Argument dafür, dass bezahlbare europäische Elektroautos kein theoretisches Projekt mehr sein müssen.

Die neue Ente müsste also nicht beweisen, dass ein Elektro-Kleinwagen unter 20.000 Euro überhaupt möglich ist, sie müsste beweisen, dass er auch für 15.000 Euro möglich ist.

Wenn Citroën das schafft, entsteht plötzlich ein Abstand von rund 5.000 Euro zum Twingo. In dieser Preisklasse ist das kein kleines Ausstattungsdetail, sondern ein Viertel des Fahrzeugpreises.

Genau deshalb halte ich die Zahl für viel wichtiger als jede Debatte über die noch unbekannte Reichweite.

Wie weit muss eine Ente eigentlich fahren?

Natürlich wäre es schön, wenn der neue 2CV 400 Kilometer schafft und anschließend in zwölf Minuten wieder vollgeladen ist.

Nur würde ich mich dann sofort fragen, warum er plötzlich 25.000 Euro kostet und 1,4 Tonnen wiegt.

Citroën hat bislang keine Batteriegröße, Reichweite oder Ladeleistung bestätigt. Das ist deshalb eine der größten offenen Fragen des gesamten Projekts.

Ich halte aber etwas anderes für wichtiger: Die Technik muss zum Preis und zum Einsatzgebiet passen.

Wenn aus der Ente ein ehrlicher Kleinwagen für Stadt, Umland und Pendelwege wird, benötigt sie keine Langstreckenbatterie. Der elektrische Twingo zeigt bereits, dass rund 260 Kilometer WLTP mit weniger als 30 kWh Batterie möglich sind. Ein leichterer, noch stärker reduzierter 2CV könnte mit einer ähnlich pragmatischen Lösung vollkommen ausreichend sein.

Das wäre kein Mangel sondern Konsequenz.

Ein bisschen Mut gehört trotzdem dazu

Ganz so einfach ist die Erfolgsgeschichte natürlich nicht.

Die 15.000 Euro sind bislang ein Zielpreis, keine unterschriebene Preisliste. Bis 2028 können Batteriepreise, Löhne, Sicherheitsanforderungen, Regulierung und Ausstattung aus einer schönen Zahl schnell eine weniger schöne machen.

Hinzu kommt, dass Citroën ausdrücklich mit einer künftigen europäischen E-Car-Regulierung plant. Wie dieser Rahmen am Ende tatsächlich aussieht, wird darüber entscheiden, welche technischen Anforderungen das Auto erfüllen muss und wie günstig es wirklich gebaut werden kann.

Auch beim Thema Reichweite kann Citroën danebenliegen. Ein Auto, das in der Theorie herrlich minimalistisch ist, aber im realen Alltag zu viele Kompromisse verlangt, wird aus Sympathie allein kein Erfolg.

Und dann wäre da noch die Ausstattung.

Wenn die 15.000-Euro-Ente am Ende eine kaum bestellbare Lockversion ist, während der Wagen mit Klimaanlage, brauchbarem Laden und den Ausstattungen, die normale Menschen erwarten, plötzlich 21.000 Euro kostet, verliert das Konzept einen großen Teil seiner Magie.

Der Preis muss also nicht nur auf einem Pressefoto stehen, er muss beim Händler existieren.

Trotzdem glaube ich: Wenn Citroën diese Nummer durchzieht, fliegt die Ente

Vielleicht liege ich damit vollkommen daneben.

Aber ich glaube, dieses Auto kann durch die Decke gehen.

Nicht weil Europa sehnsüchtig auf einen neuen 2CV gewartet hätte, sondern weil Europa auf günstige Autos wartet.

Der durchschnittliche Neuwagenpreis zeigt ziemlich deutlich, wie weit sich der Markt inzwischen von vielen normalen Einkommen entfernt hat. Gleichzeitig erzählen Hersteller ständig davon, dass Elektromobilität massentauglich werden müsse, während ein großer Teil der angebotenen Fahrzeuge preislich weit jenseits dessen liegt, was ein Haushalt einfach mal eben kauft.

Ein Auto für rund 15.000 Euro würde diese Diskussion verändern, ein sympathisches Auto für 15.000 Euro noch mehr.

Und ein Auto mit einer Geschichte, die bereits Millionen Menschen kennen, könnte daraus etwas machen, was man mit Marketingbudgets nur schwer künstlich erzeugen kann: Zuneigung.

Citroën macht gerade auffallend viel richtig

Vielleicht ist das sogar der größere Punkt dieser Geschichte.

Citroën versucht nicht, Mercedes zu sein. Die Marke versucht auch nicht, Tesla zu kopieren oder chinesische Hersteller mit immer größeren Displays zu überbieten. Sie besinnt sich auf etwas, das eigentlich seit Jahrzehnten zur eigenen DNA gehört: ungewöhnliche, komfortable und intelligente Autos für Menschen, die nicht zwingend das Gleiche fahren möchten wie alle anderen.

Der Ami war dafür bereits ein interessantes Experiment. Der aktuelle C3 und ë-C3 zeigen ebenfalls, dass Citroën bei bezahlbarer Mobilität wieder stärker nach unten schaut als viele andere europäische Marken.

Der neue 2CV könnte diese Strategie nun emotional aufladen.

Genau darin liegt vielleicht der Unterschied zwischen einer billigen Modellreihe und einer starken Marke. Preis allein erzeugt keine Begehrlichkeit, Geschichte allein erzeugt keine Verkäufe. Citroën könnte gerade beides zusammenbringen.

Fazit

Ich gebe zu: Ich mag die Idee dieses Autos wahrscheinlich mehr, als es bei einer sachlichen Produktanalyse erlaubt wäre.

Aber genau deshalb möchte ich gar nicht behaupten, dass Citroën bereits gewonnen hat. Noch kennen wir weder Reichweite noch Batterie, weder endgültige Ausstattung noch endgültigen Preis. In zwei Jahren kann aus einem großartigen Konzept immer noch ein ziemlich gewöhnliches Serienauto werden.

Wenn Citroën allerdings den Mut behält, den man gerade zeigt, sehe ich hier eines der spannendsten europäischen Autos der kommenden Jahre.

Nicht weil die Ente zurückkommt, sondern weil ihre ursprüngliche Idee zurückkommt.

Ein kleines Auto, das nicht versucht, alles zu sein. Ein Auto, das leicht, praktisch und sympathisch sein möchte und dessen wichtigste technische Eigenschaft vielleicht darin besteht, dass normale Menschen es bezahlen können.

Der New Beetle erinnerte an den Käfer und vergaß den Volksgedanken. Der ID. Buzz erinnert an den Bulli und kostet mehr, als sich viele Familien überhaupt als Autobudget vorstellen. Citroën könnte nun ausgerechnet mit der Ente beweisen, dass Retro nicht bedeuten muss, die Vergangenheit teuer zu verkaufen.

Vielleicht funktioniert Retro am besten, wenn man nicht fragt, wie das alte Auto aussah.

Vielleicht muss man fragen, warum die Menschen es damals geliebt haben.

Bei der Ente war die Antwort ziemlich einfach: Sie gab Menschen Freiheit, die vorher keine hatten.

Wenn Citroën dieses Versprechen 2028 für rund 15.000 Euro tatsächlich wieder auf die Straße bringt, dann ist das Ding für mich kein nettes Retro-Auto. Dann ist es möglicherweise wieder genau das, was der 2CV einmal war: ein Auto für erstaunlich viele Menschen.

Und deshalb bleibe ich bei meiner Überschrift: Die Ente fliegt wieder.


Link zum Artikel: Die Ente fliegt wieder: 2CV Concept

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Teil 8 der prominenten Auto-Geschichten: „Herbie the Love Bug“ oder auch „Ein toller Käfer“


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